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1271 wird am Standort der Meuschenmühle erstmals eine Mühle erwähnt, die 1553 als Nibelgaumühle Erwähnung findet.

 

Um 1700 taucht erstmals der Name Meuschenmühle auf. Das heutige Mühlengebäude ist auf das Jahr 1787 datiert, Teile davon sind älter, wie der auf 1730 datierte Gewölbekeller.

Seit dem Eigentümerwechsel 2014 wird die Mühle und ihre Nebengebäude grundlegend saniert, was einige Jahre in Anspruch nimmt. 2016 wurde ein neues Wasserrad in Betrieb genommen.

 

DIe Mühle steht unter Denkmalschutz und wird alljährlich von vielen Interessierten als Wanderziel oder auch für eine Führung durch die Naturparkführer besucht.

 

Ein schöner Bericht über die Mühle und deren Umfeld wurde im Mai 2023 in SWR2 gesendet.

Mit ihrem neuen 7,87 m großen Wasserrad, dem größten im Schwäbischen Wald, stellt die Mühle ein besonderes technisches Denkmal dar.

 

Trotz der Stilllegung des gewerblichen Mahlbetriebes um 1970 ist die historische Mahlstube mit ihren Einbauten von 1862 bzw. 1896 noch immer komplett betriebsfähig und kann bei Führungen im Schaubetrieb besichtigt werden.

 

Das Wasserrad läuft das ganze Jahr über und erzeugt regenerativen elektrischen Strom aus Wasserkraft, sofern die Natur der Mühle ausreichend Wasser zur Verfügung stellt.

Mit ihrem originalen, funktionsfähigen Mahlgestühl mit Mahlsteinen, bestehend aus einem Gerbgang, einem Schwarzgang (Dinkel u. a.) sowie einem Weißgang (Weizen), von Ende des 19. Jh. ist in der Meuschenmühle in einmaliger Weise die originäre Mühlentechnik zu finden.

 

Der Gerbgang belegt den im Schwäbischen Wald verbreiteten Dinkelanbau. Er diente zum Entspelzen (Gerben) des Dinkels, der nach dem Dreschen nicht als blankes Korn vorliegt wie Weizen, sondern fest mit den Spelzen verbunden bleibt.

 

Eine Seltenheit ist darüber hinaus die aus einer Wiener Mühlenbauanstalt stammende Spitz- und Schälmaschine zum Reinigen des Korns aus 1862. Des weiteren kann durch das Auflegen eines Riemens ein Butterfass mit angetrieben werden - eine Kuriosität in einer Mahlstube.

Aufgrund ihrer besonderen regionalen und überregionalen Bedeutung findet sich die Meuschenmühle auf vielen Kunstwerken wieder - auf Bildern, Porzellantellern, Gläsern sowie Medaillen u. v. a. m.

 

Darüber hinaus ist sie bei Wanderern und Besuchern ein begehrtes Fotomotiv.

 

2020 hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unsere Mühle erfreulicherweise als ein Motiv der Plakatserie "Monuments for Future" ausgewählt.

 

Seit Pfingstmontag 2016, dem alljährlichen bundesweiten Mühlentag der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung, ist diese Technik wieder über die Naturparkführer Schwäbischer-Fränkischer Wald öffentlich zugänglich. Auch unter dem Jahr kann bei den Naturparkführern (meuschenmuehle (@) die-naturparkfuehrer.de) ein Besuch vereinbart werden.

 

Auch in diesem Jahr werden wir am 20. Mai 2024 wieder dabei sein und die Meuschenmühle von 11-17 Uhr im Rahmen des Mühlentages öffnen, im Hof mit u. a. fränkischen Bratwürsten, Kuchen und Getränken bewirten und dort ein Kinderprogramm anbieten.

Weitere Mühlen am Mühlenwanderweg des Schwäbisch-Frankischen Waldes nehmen auch an dieser Veranstaltung teil, so dass nicht nur dieser Tag einen Ausflug in diese schöne Region wert sein sollte.

Herzlich willkommen!

Wir freuen uns, Sie auf unserer Homepage begrüßen zu können.

Die Meuschenmühle wird seit einem Eigentümerwechsel 2014 nach vielen Jahrzehnten umfassend saniert. Wir konzentrieren uns daher auch noch nach mehreren Jahren auf diese Arbeiten und pflegen diese Informationsseite noch nicht so ganz optimal. Doch in kleinen Schritten geht es sicherlich auch hier voran.

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